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Heute habe ich Feuer im Kamin gemacht.

Auch mein Pappmache-Mann schaut traurig aus. Dauerregen zum ersten Oktober. Viel zu früh. Ich möchte noch keine Wollpullover tragen und ich möchte mir auch nicht anhören müssen, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur falsche Kleidung …

Das Öl ist in Dosen!

Zugegeben, wir waren nicht so gleichgültig, was die Beobachtung der Entwicklung unserer Oliven angeht, wie ich das im Mai erwähnte. Wir mussten in den Sommermonaten feststellen, dass nicht alle Bäume gleich trugen, manche sogar gar nichts. Das hatte mit der Frostnacht im März zu tun, die hatte Schäden hinterlassen. So war nicht sicher, ob wir die geforderte Mindestmenge von vier Zentnern für die Ölmühle zusammenbekommen. Und als wir die ersten Olivenfliegen sichteten, ging es nur noch darum, ihnen zuvorzukommen. Das heißt, wir haben die Ernte vorverlegt. Drei Tage haben wir von Hand gepflückt. Ein knappes, aber ausreichendes Ergebnis bescherte uns fünfunddreißig Liter Öl. Klingt viel, ist aber wenig für all die Mühen, die dahinterstecken. Dann frage ich mich immer, was sich in den Literflaschen beim Discounter für 6,25 € befindet. Bio Olivenöl nativ extra? So zumindest steht es auf dem Etikett …

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Gestern war ich im Kino.

Da ich schon mal im Städtchen war, besorgte ich die fehlenden Knöpfe und brachte ein Bild zum Rahmen. Das Personal trug wattierte Anoraks, der Herbst hatte auch in den Läden Einzug gehalten. Beim Glas Wein und den Stuzzichini in der Bar behielt ich meinen Mantel an und zog ihn auch im Kino nicht aus. Der war nicht daran schuld, dass ich mal wieder nicht alles verstanden habe …