Spätsommertage

Die Landschaft ist braun (ganz unpolitisch), das Licht milde, das Restgrün leuchtend, die Temperaturen moderat (aber immer noch ausreichend), das Haus runtergekühlt, die Tage kürzer, die Nächte durchschlafen, …  die Trauer groß.

Ich betrachte mich selbst als hysterisch, habe ich doch gelitten während der brütend heißen Sommertage, an denen die Kleidung auf der Haut klebte und die Schattenseiten keine Alternative mehr waren. Nun ist alles so, wie ich es ersehnte, als es kein Entkommen gab. Es ist wohl das Wissen um den Abschied und die Furcht vor der kalten Jahreszeit.

Ich sollte den Kopf nicht so hängenlassen, wie die Sonnenblumen, die wie Unschuldige in der Gegend rumstehen und aufs Geköpftwerden warten.

Ich sollte die Spätsommertage genießen, die bis weit in den Oktober hineinreichen können. Ich sollte mich freuen …

Tu ich doch!

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Es tut sich was.

Was lange währt … unser Stromanbieter hat sich nach langem Kampf unsererseits offensichtlich zum Ausbau des Netzes durchgerungen. Man hat Material abgeladen. Zwei Masten aus Metall liegen im abgeernteten Sonnenblumenfeld. Schritt eins …

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Endlich Urlaub! Sardinien … ansonsten ohne Worte!

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Aufgestellt und ausgepackt.

Welch eine Freude, keine Trauer, weil der Urlaub vorbei ist.

Wird nun endlich alles gut, was solange währte? Das Feld gepflügt, die Masten stehn, dann wird das mit dem Strom bald gehn.